Case Study

4.000 Anlagen in 30 Tagen – Vom Excel-Chaos zur digitalen Inventur

Kammern & Verbände
Excel & Diamant
Prozessbeschleunigung & Transparenz
Erstinventarisierung

Jahrelang war es Zettelwirtschaft: Anlagendaten verteilt über Excel-Tabellen und das ERP-System, keine eindeutige Kennzeichnung, keine zentrale Übersicht. Die Frage „Wo ist eigentlich der Beamer?” führte zu stundenlanger Suche statt zu einer Antwort. Die IHK Aachen wollte es anders machen – und digitalisierte alle 4.000 Assets in 30 Tagen. Mit QR-Codes, zentraler Sicht und einer Software, die Excel und ERP zusammenbringt.

Bestand im Blindflug

Die IHK Aachen verwaltete 4.000 Anlagen – Beamer, Möbel, IT-Equipment, Messgeräte – ohne wirkliche Sicht darauf. Die Anlagenstammdaten waren über zwei Systeme verteilt: teilweise in Excel-Tabellen, die manuell gepflegt wurden, teilweise im ERP-System Diamant. Niemand wusste wirklich, welche Version die aktuelle war.

Hinzu kam: Es gab keine eindeutige Kennzeichnung der Gegenstände. Wenn jemand wissen wollte, wo ein bestimmtes Asset war oder wem es zugeordnet wurde, war die Antwort oft ein Schulterzuckend. Die jährliche Inventur war eine nervige, fehleranfällige Aufgabe – Zettel, Stift, lange Listen, manuelle Abgleiche mit den Systemen.

Das war nicht nur unbequem. Es war auch ein Compliance- und Kostenrechnungsproblem: Wer trägt die Kosten für welche Assets? Welche Gegenstände sind wo im Einsatz? Wann müssen sie erneuert werden? Ohne verlässliche Daten keine Antwort.

Das Ziel: 4.000 Assets in 30 Tagen

Die IHK Aachen brauchte einen echten Neustart. Das Ziel war ambitioniert: Alle 4.000 Anlagen sollten digitalisiert, eindeutig gekennzeichnet und in ein zentrales System eingepflegt werden – innerhalb eines Monats. Mit Standort-Raum-Kostenstellen-Struktur, damit jedes Asset nicht nur erfasst, sondern auch richtig zugeordnet wurde. Und die Lösung sollte beide Datenquellen zusammenbringen: Excel-Bestände und Diamant-Stammdaten.

Die Umsetzung: Von Workshop zu Live in vier Phasen

Initial-Workshop (Tag 1)

Alles fing mit klaren Fragen an: Wie laufen die Inventurprozesse heute ab? Welche speziellen Anforderungen hat die IHK? Wie sollte die Standort-Raum-Kostenstellen-Struktur abgebildet werden? Technisch: Wie schaffen wir den Import aus Diamant und Excel? Diese Details wurden in einem Vor-Ort-Workshop geklärt, sodass die Software genau auf die Prozesse der IHK zugeschnitten werden konnte.

Datenmigration & Systemkonfiguration

Im nächsten Schritt wurden die Anlagenstammdaten aus Diamant importiert. Gleichzeitig wurden separate, in Excel gepflegte Bestände zusammengeführt. Das klingt simpel, war aber der kritische Schritt: Datenbereinigung, Mapping, Deduplizierung – damit das System von Anfang an mit korrekten, eindeutigen Daten arbeitet. Dann wurde das System zur Abnahme freigegeben.

Schulung & First Run (0,5 Tage)

Das Team der IHK wurde geschult – und machte sofort los. Im ersten halben Tag der praktischen Anwendung inventarisierten sie bereits 120 Anlagen, kennzeichneten sie mit QR-Code-Etiketten und speicherten alles im System. Das war das Proof-of-Concept: Das funktioniert. Und es geht schneller als erwartet.

Masseninventur (30 Tage)

Bewaffnet mit Scannern, dem WLAN-Netz der IHK und Rollen von vorgedruckten QR-Code-Etiketten, machte sich das Team daran, die restlichen 3.880 Anlagen zu erfassen. Scan der Nummer, QR-Code aufkleben, Standort und Raum im System eintragen – fertig. In vier Wochen waren alle 4.000 Assets digital, gekennzeichnet und richtig zugeordnet.

„Mit der Software hat die Inventur zum ersten Mal Spaß gemacht.”
- N. Müller, Anlagenbuchhaltung, IHK Aachen

Das Ergebnis: Von Rätselraten zur Realtime-Transparenz

Heute hat die IHK Aachen ein funktionierendes Asset-Management-System. Alle verwalteten Gegenstände sind auf einen Blick sichtbar – überall und zu jeder Zeit. Nicht nur „was haben wir”, sondern auch „wo ist es” und „wer trägt die Kosten”. Neuanschaffungen können vorher auf Notwendigkeit geprüft werden.

Die nächste Inventur wird nicht mehr zur lästigen Aufgabe. Mit den bereits vorhandenen QR-Codes und dem System können Assets schnell und zuverlässig erfasst werden. Wartungs- und Verschleißzyklen sind nachvollziehbar. Reinvestitionen können geplant werden. Audit und Bilanzierung haben eine verlässliche Datenquelle.

Und die Frage „Wer hat eigentlich den Beamer?” wird nicht mehr stundenlang debattiert – sie wird in Sekunden beantwortet.

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